Eselpflege, El Hotzo, Haustür-Wahlkampf
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Hey ,

es ist November, und das heißt: Es ist Festival-Saison! Ja, wirklich, trotz Nieselregen und sieben Grad. Denn in knapp zwei Wochen startet das dritte ZEIT Campus Festival. Wir haben vor der Pandemie damit angefangen, einmal im Jahr unsere Lieblingsacts ins Mojo auf der Hamburger Reeperbahn einzuladen. Mavi Phoenix war damals dabei, Blond, Milliarden, Ilgen-Nur (kennt ihr unsere Podcast-Folge mit ihr schon?). Corona hat das Festival lahmgelegt, jetzt geht es endlich wieder los.

Also komm rum und bring all deine Leute mit! Am Freitag, dem 15. November ab 19.15 Uhr im Mojo in Hamburg, mit LGoony, Shari Who, Elias und Becks. Hier bekommst du Tickets für einen Zehner (mit dem Code ganz unten im Newsletter zahlst du nur die Hälfte). Ich freu mich schon sehr drauf, vielleicht sehen wir uns ja da!

Musik ist auch eine gute Überleitung zu dem Text, den ich euch empfehlen möchte. Vor einem Jahr hab ich Alli Neumann interviewt, es war der letzte Tag ihrer Tour. Wir haben über ihre Eltern gesprochen, bei denen sie gerade wieder eingezogen war. Und darüber, wie sie es schafft, sich von der Welt nicht kaputt deprimieren zu lassen und optimistisch zu bleiben. Die Frage ist leider nicht weniger aktuell geworden: Wer weiß wer morgen die US-Wahl gewonnen haben wird?

Alli Neumanns Antwort darauf war jedenfalls: Ehrenamt. »In den Lebensphasen, in denen ich das nicht gemacht habe, habe ich mich immer sehr hilflos gefühlt. Jede Aktion hilft nicht nur anderen, sondern auch mir selbst: ob ich nun Suppe ausgebe oder eine Demo organisiere.«

In unserer aktuellen Ausgabe haben wir mit sechs jungen Menschen über ihr Ehrenamt gesprochen. Mit einem E-Sport-Trainer und einer Eselpflegerin, mit Wegewarten und einem Katastrophenschützer. Zum Schluss haben wir sie alle gefragt: Wem empfiehlst du dein Ehrenamt? Vielleicht bekommst du beim Lesen ja auch Lust. Ich jedenfalls sehne mich seitdem sehr nach Eselpflege.

Liebe Grüße
Christoph Farkas, Chefredakteur ZEIT Campus

So sah eure schönste Wohnung aus

Eine Wohnung oder WG zu finden, in der man sich zu Hause fühlt, kann schwerer sein als die Prüfungsphase. Vergangene Woche wollten wir von euch wissen: Wie sah eure bisher schönste Wohnung aus? Wo und mit wem habt ihr gelebt, und was war so toll daran? Das sind eure Antworten:

»Ich hab während meines BFDs mit fünf Mitfreiwilligen, die wie eine zweite Familie waren, in einer gemütlichen WG auf einer kleinen Nordseeinsel gewohnt. Das war die beste Zeit meines Lebens!«

schreibt Maia, die Bio studiert

»Mein Wohnheim in Paris war an sich unkomfortabel, aber die Dachterrasse unschlagbar: Von da oben sah ich alle Sehenswürdigkeiten der Stadt, vom Eiffelturm bis zur Sacré-Cœur. So oft ich konnte bin ich hoch gelaufen, um den Sonnenuntergang zu beobachten, den Regenbogen abzupassen, zu essen oder einfach nur diese tolle Stadt zu bewundern.«

schreibt Hanna, die Interkulturelle Europa- und Amerikastudien studiert

»Meine schönste Wohnung war in Berlin Wedding in einem Neubau. Wir waren die allerersten Mieter. Wir, das waren ich und meine beste Freundin in einer 40 qm Einzimmerwohnung mit einem Bett. Im Februar. Während Corona. Wir haben uns viel gestritten, genervt, gelangweilt, aber irgendwann haben wir uns immer mit einem Glas Wein auf den Balkon gesetzt und auf den hässlichen Hinterhof geschaut. Das war meine schönste Wohnerfahrung. Bis jetzt.«

schreibt Elli, die Medizintechnik studiert

Die Frage der Woche

Was ist dein Lieblingsfestival?

Es ist November, es ist widerlich kalt, es nieselt. Der Sommer fühlt sich Jahre her an. Manchmal helfen warme Erinnerungen, zum Beispiel an herrliche Festivalwochenenden. Diese Woche wollen wir deshalb von euch wissen: Welches ist dein Lieblingsfestival und warum? Eine Auswahl der besten Antworten veröffentlichen wir im nächsten Newsletter.
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Partys, Krisen, Jobstart

Im ZEIT CAMPUS-Podcast sprechen wir einmal im Monat über Themen, die Studierende am WG-Küchentisch beschäftigen: über Partys und Krisen im Studium, neue Beziehungsmodelle oder den Job-Start.

Ab nach ... Butre

»Seit einem halben Jahr bauen wir im ghanaischen Fischerdorf Butre ein nachhaltiges Lehmhaus. Einen Entwurf dafür haben wir im Bachelorstudium erarbeitet und damit 2019 einen Preis beim Solar Decathlon Europe gewonnen, dem bedeutendsten Architekturwettbewerb für Studierende. Wir wussten damals, dass in Ghana viel mit Beton, Stein und Zement gebaut wird, das steht für Wohlstand. Mit Lehm bauen eher die Ärmeren. Wir wollen zeigen, dass Lehm der Baustoff der Zukunft ist, denn er ist kostenlos und ökologisch. Das kommt an: Jeden Tag arbeiten wir von 9 bis 18 Uhr mit Einheimischen zusammen. Danach gehen wir oft essen oder schwimmen im Golf von Guinea.« Marvin Martin, 26, (rechts) und Paul Tschense, 25, studieren Architektur an der Technischen Hochschule Lübeck. Diese Folge unserer Kolumne »Ab nach ...« erschien in der Campus-Ausgabe 4/2023. Auf­ge­zeich­net wurde sie von Julian Schmelmer, fotografiert von Misper Apawu.

Aus der Community

»Es gibt in Deutschland keine Bildungsgerechtigkeit!«

So kommentiert User Elfenprinz

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